Am letzten Dienstag machte ich einen Spaziergang nach Herisau. Dabei geht es zuerst am Gübsensee vorbei. Danach geht der Weg steil den Hügel hinauf und am Schluss wird man mit einer herrlichen Aussicht über Gossau/Winkeln/Abtwil/Bruggen belohnt. Dieser Spaziergang ist meine Lieblinsstrecke. Der Weg kann nach den Gefühlen in zwei Teile geteilt werden. Während ich dem Gübsensee entlang laufe, fühle ich mich jeweils in dieser Oase des Friedens aufgehoben. Der See liegt vor mir, rundherum von Bäumen umsäumt. Es scheint als wolle er dir mit seinen Bäumen Schutz bieten und dich zu sich aufnehmen.
Später, beim Aufstieg, zeigt sich ein gegensätzliches Bild der Natur. Es geht der Voralplen – Bahnlinie entlang. Der Wald dort ist alt, sumpfig und unaufgeräumt. Es bietet sich kein heimeliges Bild. Man hat das Gefühl, man müsse möglichst schnell durch diesen Teil hindurch spazieren.
Schlussendlich erreicht man nach dem Passieren einiger Firmengeländen den Weg, der den Hügel entlang führt. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick. Man fühlt sich frei. Trotzdem gibt es einige Störfaktor in dieser Aussicht. So ist zum Beispiel das neue Fussballstadion ein richtigr Schandfleck in der Landschaft. Es ist gross und klobig und zieht dadurch den Blick an.
In der näheren Umgebung fühlt man sich aber wiederum aufgenommen und geschützt. Der Weg wird gesäumt von einigen Bauernhöfen, welche wiederum von Wald umgeben sind. Ich geniesse diesen Weg jeweils in vollen Zügen und bin fast etwas enttäuscht, wenn ich wieder zum Gübsensee hinuntersteige, um den Heimweg anzutreten.
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