Freitag, 2. Mai 2008

Umweltprojekt "1 Fr. für den Regenwald"







Als uns gesagt wurde, wir sollten bis am 4. Mai ein Umweltprojekt durchführen, kam uns sofort die Idee etwas mit Tieren machen. Wir informierten uns also bei diversen Personen und im Internet, was alles machbar wäre. Schnell fanden wir heraus, dass es sowohl fürs „Frösche über die Strasse tragen“ als auch für den Bau von Winterquartieren für Igel nicht Saison war. Also mussten wir uns schweren Herzens etwas Neues überlegen. Beim Surfen im Internet stiessen wir auf den Spendenaufruf vom WWF. Er sagte, dass wenn jeder Schweizer Einwohner einen Franken spenden würde, dann könnte eine Regenwaldfläche von der Grösse der Schweiz geschützt werden. Das war die Geburtsstunde unserer Idee, an der PH für einen Franken Kuchenstücke zu verkaufen und den Erlös dem WWF für den Regenwald zu spenden.
Nachdem wir unser Projekt mit unserem Blogbetreuer abgesprochen hatten und uns auf ein Datum geeinigt hatten, wurde ein Massenmail gestartet, damit auch alle S
tudierenden darüber informiert werden konnten, was sie mit dem Kauf eines Kuchenstückes bewirken können.
Am Wochenende des 26. und 27. Mai galt es nun Haselnüsse zu schneiden, zu mixen und zu backen. Jede von uns backte zwei Kuchen in Handarbeit und mit nachhaltigen Zutaten.
Am Montag den 28. Mai verkauften wir schliesslich unsere deliziösen Kuchen.
In der Pause waren wir noch etwas enttäuscht, weil der Verkauf harzig begann. Nach und nach gingen die Stücke jedoch weg und wir können den Studierenden der PH mit Stolz verkünden, dass wir in der Lage sind 100 Fr. zu spenden. Damit können wir ein Regenwaldstück von 1km2 für zwei Jahre schützen.

Vielen Dank an alle, die uns ein Stück Kuchen abgekauft haben!



Montag, 7. April 2008

Liebe Studierende,

ich verfolge Ihre Posts mit Interesse und möchte mich zu einigen Punkten aus Ihren Posts kurz äussern: Sie haben den Text von Herz einerseits als engagiert und hilfreich empfunden, andereseits empfinden Sie ihn als zu idealistisch, vielleicht sogar polarisierend. So scheint mehrfach die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Nachhaltige Bildung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.

Aus Ihren Blogbeiträgen scheint manchmal eine strukturelle Unsicherheit bezüglich BNE heraus, welche ich noch klären möchte: Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist kein Thema, welches als solches in der Schule unterrichtet werden kann, sondern eine Strategie oder ein Konzept (Frau Küenzli hat es heute ein interdisziplinäres Bildungsangebot genannt), Themen der Nachhaltigen Entwicklung in den "herkömmlichen" MU-Unterricht zu integrieren... also z.B. beim Thema Schokoloade neben den klassischen Inhalten auch die Frage der Akteure, der marktwirtschaflichen Verflechtungen, des Fair Trades usw. einbauen. Hier spielen die spezifischen Teilkompetenzen und didaktischen Prinzipien - welche Sie übrigens gut und umfassend aus dem Plakat Abfall herausgelesen haben - eine zentrale und tragende Rolle.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Arbeitsauftrag, Analyse des Plakates Abfall

Themenwahlbegründung

- Immer wieder aktuelles Thema
- Attraktive Gestaltung des Plakates
- Übersichtliches Plakat
- Thema, das Kinder unmittelbar betrifft


Passende Teilziele

B4/B6 (Teilerfüllte Ziele)
- Was passiert, wenn niemand mehr den Abfall entsorgt?
- Schüler und Schülerinnen erkennen die Wichtigkeit der Abfallentsorgung, indem sie sich der Folgen bewusst sind, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde. (Ziel)

C6
- Kinder lernen, wie Abfall getrennt werden kann und welchen Nutzen dies für die Umwelt hat
Beim Abfallsammeln achten sie auf die Verteilung der Abfalleimer (sind es genügend oder nicht …).

D4
- Kinder lernen, wie Abfall getrennt wird und dadurch erkennen sie, wie sie selbst einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung beitragen können.

F3
- Das Kind kann eigene Visionen äussern und begründen. (Ziel)

G6
- vDie Kinder sind in der Lage die Sicht verschiedener Interessengruppen zu übernehmen. (Ziel)

G4/G5
- Weil die Kinder verschiedene Komponenten der Abfallentsorgung kennen lernen, gehen wir davon aus, dass diese Ziele ebenfalls erfüllt oder mindestens teilerfüllt werden.
- Ziel- und Interessenkonflikte zwischen Kosten der Abfalleimer (Personal für die Entleerung,…) und deren Nutzen zur Erhaltung der Sauberkeit auf öffentlichem Raum.


Auftrag 2

Entdeckendes Lernen:
- Kinder gehen als erstes Abfall sammeln und entdecken dabei, was so alles liegen gelassen wird und wie es um die Anzahl Abfalleimer steht.

Handlungs- und Reflexionsorientiert:
- gehen Abfall sammeln
- Exkursion
- Nachdenken darüber, ob sie bereits Abfall trennen etc.

Visionsorientierung:
- Fragestellung „Was würde geschehen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde?“ Steht für die Entwicklung von Visionen, wie es in Zukunft sein sollte.

Vernetztes Lernen
- Bedeutung Gegenwart und Zukunft, wenn Kinder nun mit Abfalltrennung beginnen
Weg des Abfalls, wer wird damit konfrontiert?
- Eigene Wertvorstellungen der Kinder werden einbezogen, diskutiert und reflektiert

Zugänglichkeit
- Gehen Abfall sammeln
- Besuchen Abfallsammlungsfirma
- Alltag der Kinder
- Abfall entsteht überall

Freitag, 4. April 2008

Mein Lieblingsspazierweg

Am letzten Dienstag machte ich einen Spaziergang nach Herisau. Dabei geht es zuerst am Gübsensee vorbei. Danach geht der Weg steil den Hügel hinauf und am Schluss wird man mit einer herrlichen Aussicht über Gossau/Winkeln/Abtwil/Bruggen belohnt. Dieser Spaziergang ist meine Lieblinsstrecke. Der Weg kann nach den Gefühlen in zwei Teile geteilt werden. Während ich dem Gübsensee entlang laufe, fühle ich mich jeweils in dieser Oase des Friedens aufgehoben. Der See liegt vor mir, rundherum von Bäumen umsäumt. Es scheint als wolle er dir mit seinen Bäumen Schutz bieten und dich zu sich aufnehmen.
Später, beim Aufstieg, zeigt sich ein gegensätzliches Bild der Natur. Es geht der Voralplen – Bahnlinie entlang. Der Wald dort ist alt, sumpfig und unaufgeräumt. Es bietet sich kein heimeliges Bild. Man hat das Gefühl, man müsse möglichst schnell durch diesen Teil hindurch spazieren.
Schlussendlich erreicht man nach dem Passieren einiger Firmengeländen den Weg, der den Hügel entlang führt. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick. Man fühlt sich frei. Trotzdem gibt es einige Störfaktor in dieser Aussicht. So ist zum Beispiel das neue Fussballstadion ein richtigr Schandfleck in der Landschaft. Es ist gross und klobig und zieht dadurch den Blick an.
In der näheren Umgebung fühlt man sich aber wiederum aufgenommen und geschützt. Der Weg wird gesäumt von einigen Bauernhöfen, welche wiederum von Wald umgeben sind. Ich geniesse diesen Weg jeweils in vollen Zügen und bin fast etwas enttäuscht, wenn ich wieder zum Gübsensee hinuntersteige, um den Heimweg anzutreten.

Dienstag, 25. März 2008

Waldspaziergang

Ich stehe mitten im Wald, es ist bitter kalt und einzelne Schneeflocken bahnen sich ihren Weg zwischen den Bäumen hindurch. Wie ich da so stehe, frage ich mich, was die Bäume wohl von diesen späten Wintergesten halten. Es scheint ihnen nichts auszumachen. Oder sie lassen es zumindest mit sich geschehen. Haben sie sich mit ihrem Platz angefreundet? Oder gibt es Bäume unter ihnen, die wieder und abermals vergeblich gegen ihren Platz auf der Welt anzukämpfen versuchen? Solche, die alle Energie zusammenraufen, um die Umstände ihres Daseins zu verändern? Und jedes Mal erneut schmerzhaft erfahren müssen, dass ihre Kraft dazu nicht ausreichen würde? Wohl kaum…oder doch?
Wenn ich mich in der Natur aufhalte, stelle ich mir häufig Fragen. Meine Gedanken entschlüpfen den üblichen Schranken und es gelingt mir für kurze Zeit, Vergangenes und Zukünftiges zu vergessen. Nur den Moment wahrzunehmen.

Trotz der winterlichen Bedingungen höre ich vereinzelt das Zwitschern eines Vogels, welches das sanfte Aufsetzen der Schneeflocken auf den Bäumen und Sträuchern übertönt. Die Geräusche wirken entspannend auf mich. Ein Gefühl der Verbundenheit mit der Natur kommt auf. Ich bin Teil eines Ganzen. Ich bin Natur. Und ich bin dankbar, in der Natur sein zu dürfen, Teil der Natur sein zu dürfen.
Ich frage mich, wie lange uns die Natur noch so erhalten bleiben würde. Und neben dem Gefühl der Dankbarkeit schleichen sich Schuldgefühle in mein Gewissen. Habe ich überhaupt ein Recht dazu, mich als Teil der Natur zu sehen? Darf ich die vollkommene Natur benützen? Ausnützen? Was habe ich als Gegenleistung zu bieten? Kann ich mein Verhalten gegenüber der Natur verantworten?
An dieser Stelle fällt mir gerade eine Textpassage aus einem Lied von Thomas D. ein, welche folgendermassen lautet: „Es tut mir leid Natur, denn deine Erben erheben sich gegen dich und erledigen dich. Du warst vollkommen in Vielfalt, und mit allem im Einklang, bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang. All deine Schätze die am Anfang allen gut vertraut, sie wichen Plätzen die auf Tränen und Blut gebaut, ich seh die Wunden blinder Wut auf deiner Haut entstehn, obwohl doch die die dich verletzen damit gegen sich selbst gehn.“
Mir wird bewusst, wie sehr ich an der Natur hänge. Naturerlebnisse geben mir die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und neue Kräfte zu schöpfen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass sie uns erhalten bleibt, und ich im Einklang mit ihr leben darf.

Natur, eine Oase der Entspannung

Am Sonntag habe ich mir die Zeit genommen für eine Stunde nach draussen in den Garten zu sitzen. Es war ziemlich kalt im Schnee. Glücklicherweise schien mir an diesem Tag die Sonne am strahlend blauen Himmel warm ins Gesicht. Als ich dann so da sass und über den Wochenauftrag nachdachte, schwirrten mir viele Gedanken durch den Kopf. Von meinem Standort aus konnte ich das Nachbardorf sehen. Alles glitzerte unter der weissen Schneedecke im Schein der Sonne. Die Häuser wirkten mit den weissen Dächern irgendwie verzaubert und fesselten meinen Bilck. An einigen Stellen begann der Schnee in der Sonne zu schmelzen und grüne Wiese kam zum Vorschein. Ein Mäusebushard zog am Himmel seine Kreise. Auf dem Feld schlich eine Katze umher, wahrscheinlich auf der Suche nach einer Maus. Trotz der Kälte schienen auch einige Vögel unterwegs zu sein, die ich ab und an zwitschern hörte. Durch diesen Anblick breitete sich eine innere Ruhe in mir aus. Ich genoss es einfach da zu sitzen und den Geräuschen um mich herum zu lauschen. All meine gewonnenen Eindrücke von idyllischer Ruhe wurden allerdings durch die Autogeräusche von der Strasse gedämpft. Da ich direkt an einer Hauptstrasse wohne, sind draussen im Garten die Geräusche des Verkehrs leider hörbar. Ich merkte, wie es mich innerlich wütend werden liess, das der Strassenverkehr meine Ruhe störte und die zuerst gewonnenen Eindrücke der eben betrachteten Natur ein stückweit zu Nichte machten. Dies zeigt, dass mir die Natur als Oase der Entspannung wichtig ist. Sie lädt ein zu geniessen und träumen. Ich als Mensch sehe mich deshalb als Teil der Natur. Leider schätzen sie viele von uns nicht mehr so, wie sie es eigentlich verdient hätte. Mir kommen da immer die Indianer in den Sinn. Diese haben jeweils nur so viel von der Natur genommen, wie sie brauchten und als Dank auch kleine Opfer dargebracht. Nun will ich damit nicht sagen, dass wir wieder in diese Zeit zurückkehren sollen. Aber zumindest sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Natur heutzutage "missbrauchen". Hier in Europa haben wir einen Überschuss an Lebensmitteln. So kommt es vor, dass je nach Ernteertrag von den Bauern mehrere Tonnen Kartoffeln verbrannt werden. Warum bauen wir also so viele Felder an, pflegen sie mit vielen Chemikalien, damit möglichst viel geerntet werden kann und verbrennen dann doch ein Drittel, um genügend Geld dafür zu erhalten? Besser wäre es meiner Meinung nach weniger chemische Düngemittel zu verwenden und dafür die Natur mehr zu schützen und erhalten. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Unsere Gesellschaft sollte deshalb wieder wegkommen von der zu starken Nutzung nur für die Menschheit und mehr zu einem Leben mit der Natur übergehen. Wir müssen wieder lernen die Natur mit all ihren Vor- und Nachteilen zu schätzen und auch schützen, hauptsächlich vor der wirtschaftlichen Ausnutzung. Dies ist allerdings ein grosses Ziel, dass nicht so leicht zu erreichen ist.

Mittwoch, 12. März 2008

Fächerübergreifender Unterricht und Modell sein

Herr Herz will:
- dass die Themenfelder der Agenda 21 in den einzelnen Fächern und fächerübergreifend behandelt werden
- dass die Schulgemeinde sich regelmässig trifft, um über Problemstellungen der Agenda 21 diskutiert
- dass die Schule die Probleme unserer Welt unter die Leute bringt
- dass das Schulhaus selbst den Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht
- dass mit ausserschulischen Partnern zusammen gearbeitet wird
- dass die Schulprogramme sich auf die Agenda 21 beziehen
- dass am internationalen Projekttag der Solidarität teilgenommen wird.¨

Das ist zuerst einmal ganz schön viel und meiner Meinung nach auch nicht alles umsetzbar. Herr Hetzt widerspricht sich sogar, als er sagt, alle Schüler und Schülerinnen sollten die Gelegenheit erhalten, während der Schulzeit einige Zeit im fernen Ausland zu verbringen. Das fördert sicher die Solidarität und das Verständnis gegenüber der fremden Kultur, aber es verursacht auch wieder Umweltverschmutzung, weil die Jugendlichen erst einmal mit dem Flieger an Ort und Stelle kommen müssen.
Was aber finde ich umsetzbar und würde ich als erstes tun. Nun, das Beste finde ich, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht selbst immer wieder aufzugreifen. Wenn man zum Beispiel das Thema Strom behandelt, dann finde ich es wichtig mit den Kindern die verschiedenen Arten von Stromerzeugung durchzunehmen und auch welche davon unweltverträglich sind. Den Kindern sind solche Unterschiede meist noch gar nicht bewusst. Damit, dass ein Teilthema dar Agenda 21 im Schulzimmer behandelt wurde, haben die Kinder den Schritt des Wissens bereits getan. Ich glaube nicht, dass man danach Ausstellungen in Schaufenstern machen muss. Die Kinder werden Fachinhalte, die sie interessieren oder beschäftigen auch so weiter erzählen; den Eltern, den Geschwistern, Freunden oder Verwandten. Mund – zu – Mund Propaganda war schon immer das Beste.
Wichtig wird mir in meinem zukünftigen Lehrberuf auch sein, dass ich als Modell nachhaltig handle. Dazu gehört, dass ich, wenn möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule komme, ich selbst Lebensmittel aus der Schweiz kaufe und auch, dass ich mich im Team dafür einsetze, dass unser Schulgebäude gut isoliert ist oder sogar mit Solarzellen ausgerüstet wird.