Dienstag, 25. März 2008

Natur, eine Oase der Entspannung

Am Sonntag habe ich mir die Zeit genommen für eine Stunde nach draussen in den Garten zu sitzen. Es war ziemlich kalt im Schnee. Glücklicherweise schien mir an diesem Tag die Sonne am strahlend blauen Himmel warm ins Gesicht. Als ich dann so da sass und über den Wochenauftrag nachdachte, schwirrten mir viele Gedanken durch den Kopf. Von meinem Standort aus konnte ich das Nachbardorf sehen. Alles glitzerte unter der weissen Schneedecke im Schein der Sonne. Die Häuser wirkten mit den weissen Dächern irgendwie verzaubert und fesselten meinen Bilck. An einigen Stellen begann der Schnee in der Sonne zu schmelzen und grüne Wiese kam zum Vorschein. Ein Mäusebushard zog am Himmel seine Kreise. Auf dem Feld schlich eine Katze umher, wahrscheinlich auf der Suche nach einer Maus. Trotz der Kälte schienen auch einige Vögel unterwegs zu sein, die ich ab und an zwitschern hörte. Durch diesen Anblick breitete sich eine innere Ruhe in mir aus. Ich genoss es einfach da zu sitzen und den Geräuschen um mich herum zu lauschen. All meine gewonnenen Eindrücke von idyllischer Ruhe wurden allerdings durch die Autogeräusche von der Strasse gedämpft. Da ich direkt an einer Hauptstrasse wohne, sind draussen im Garten die Geräusche des Verkehrs leider hörbar. Ich merkte, wie es mich innerlich wütend werden liess, das der Strassenverkehr meine Ruhe störte und die zuerst gewonnenen Eindrücke der eben betrachteten Natur ein stückweit zu Nichte machten. Dies zeigt, dass mir die Natur als Oase der Entspannung wichtig ist. Sie lädt ein zu geniessen und träumen. Ich als Mensch sehe mich deshalb als Teil der Natur. Leider schätzen sie viele von uns nicht mehr so, wie sie es eigentlich verdient hätte. Mir kommen da immer die Indianer in den Sinn. Diese haben jeweils nur so viel von der Natur genommen, wie sie brauchten und als Dank auch kleine Opfer dargebracht. Nun will ich damit nicht sagen, dass wir wieder in diese Zeit zurückkehren sollen. Aber zumindest sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Natur heutzutage "missbrauchen". Hier in Europa haben wir einen Überschuss an Lebensmitteln. So kommt es vor, dass je nach Ernteertrag von den Bauern mehrere Tonnen Kartoffeln verbrannt werden. Warum bauen wir also so viele Felder an, pflegen sie mit vielen Chemikalien, damit möglichst viel geerntet werden kann und verbrennen dann doch ein Drittel, um genügend Geld dafür zu erhalten? Besser wäre es meiner Meinung nach weniger chemische Düngemittel zu verwenden und dafür die Natur mehr zu schützen und erhalten. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Unsere Gesellschaft sollte deshalb wieder wegkommen von der zu starken Nutzung nur für die Menschheit und mehr zu einem Leben mit der Natur übergehen. Wir müssen wieder lernen die Natur mit all ihren Vor- und Nachteilen zu schätzen und auch schützen, hauptsächlich vor der wirtschaftlichen Ausnutzung. Dies ist allerdings ein grosses Ziel, dass nicht so leicht zu erreichen ist.

Keine Kommentare: