Was mir immer wieder auffällt, ist, dass viele Leute davon sprechen, dass sich das Klima verändere und dies nicht gut sei. Man soll auch Wasser sparen und wenn möglich die ÖV anstatt das Auto benutzen. Wenn es im Alltag aber darum geht, wirklich etwas für die Umwelt zu tun, sehe ich leider wenig Erfreuliches: Eine Frau „wischt“ Laub mit Wasser aus dem Gartenschlauch zusammen, eine Nachbarin geht nie ohne Auto zum Haus raus und eine Kollegin lässt während dem Zähne putzen das Wasser laufen.
Solche Ereignisse machen mich dann innerlich wütend, ginge es doch auch umweltschonender.
Ich mache aber zum Teil auch positive Beobachtungen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung. Viele Menschen kaufen zum Beispiel Fair Trade Produkte ein oder achten darauf, dass Lebensmittel, die sie kaufen, aus der Schweiz stammen und nicht hunderte von Kilometern durch die Welt gefahren wurden. Dafür müssen diese Menschen häufig etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.
Diese Beobachtungen erfüllen mich mit Hoffnung darauf, dass die Menschen doch nicht so egozentriert sind, wie sie scheinen.
Leider aber scheint der Entscheid für nachhaltige Entwicklung erst zu kommen, wenn gleichwertiger Ersatz geboten werden kann. Ob ich nun eine Max Havelar oder eine andere Banane kaufe, das ist beim Essen gleichwertig; beides sind Bananen. Ob ich nun aber mit dem Zug oder mit dem Auto zur Schule gehe, ist ein entscheidender Unterschied; mit dem Auto bin ich schneller.
Es müsste den Menschen ein Anreiz geboten werden, damit ihre Wahl auf das nachhaltigere Angebot fallen würde. Bis dahin werden sie weiterhin genau wissen, was sie tun sollte, es aber nicht umsetzen.
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3 Kommentare:
Hi Nicole
Ich denke du hast recht. Wir leben in einer Überfluss-Gesellschaft und obwohl wir wissen, was für die Umwelt gut wäre, setzten wir es in unserem Alltag nur selten um. Wie bereits gesagt wurde in der Einführung, wir sind einfach Gewohnheitstiere und um eine Veränderung in unseren Köpfen zu erreichen, wird es mehr brauchen als einfach nur Worte.
Doch ich bin ganz deiner Meinung, dass wir es nicht übertreiben sollen. Denn wenn jemand beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt oder sogar um die Blätter zu entfernen Wasser benötigt, ist dies eine erschreckende Tatsache. Dies müsste wirklich nicht sein und die Menschen müssen einfach mehr über ihre Gewohnheiten nachdenken, dann würde sich schon viel verändern.
Bei uns im Haus, lässt eine Bewohnerin den ganzen Tag das Fenster offen und das im Winter. Man sieht also überall wie Ressourcen unnötig verschwendet werden. Doch ehrlich gesagt, wer von uns ist kein Umweltsünder oder keine Umweltsünderin in irgendeiner Weise?
Dürst Janine, LG 05Fd
Du hast recht, viele Menschen sind nicht bereit, nur der Umwelt zuliebe ihren Lebensstandat herunterzuschreiben.
Eigentlich ist es schade, dass immer einer attraktiver Anreiz geschaffen werden muss. Es sollte doch genügen, wenn die Leute wissen, dass sie etwas für die Umwelt tun.
Es gibt aber bestimmt auch Menschen, die die einfachen Möglichkeiten eines nachhaltigen Verhaltens nicht kennen. Diese beschäftigen sich aber auch nicht näher damit. Es wäre nötig, dass man diesen Leuten einige Inputs geben könnte.
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