Dienstag, 19. Februar 2008

Wo 8 (18.2.- 22.2. 2008): Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Wenn ich in meinen Alltag hineinschaue, wimmelt es nur so von Dingen, die im Bezug auf die Nachhaltigkeit verbessert werden könnten: Bereits beim Wasser, das aus der Duschbrause fliesst, könnte gespart werden, würde ich die tägliche Duschzeit auch nur um einige Minuten reduzieren. Die Kleider, welche ich morgens anziehe, wurden möglicherweise unter ungünstigen Arbeitsbedingungen fabriziert, viele Bestandteile meines “Zmorge-Birchermüeslis“ legten eine Reise durch zahlreiche Erdteile zurück, bis sie in meiner Schüssel landeten und weil die Zeit drängt, fahre ich mit dem Auto zur PH, obwohl der Weg problemlos auf zwei Rädern mit Muskelantrieb zu absolvieren wäre.
Doch es gibt in meinem Alltag durchaus auch gute Ansätze zu entdecken: Ich gehe häufig mit dem Fahrrad einkaufen, trenne Papier/Pet/Alu und Kompost und versuche auch, Abfall möglichst zu vermeiden, bzw. Gebrauchsgegenstände zu kaufen, welche eine lange Lebensdauer haben und/oder wieder verwendbar sind. Ich bevorzuge Früchte und Gemüse aus dem eigenen Garten und berücksichtige Produkte, welche aus fairem Handel stammen.

Ich glaube, es mangelt der Menschheit weniger an Ideen, wie man eine nachhaltige Entwicklung garantieren könnte, sondern es hapert mit deren Umsetzbarkeit.
Die Entwicklung der Wirtschaft und die Globalisierung ist bereits derart fortgeschritten, dass ich bestimmt nicht die einzige bin, die sich manchmal überlegt, ob es nicht besser wäre, alles wieder so wie vor 100 Jahren zu haben, weil damals scheinbar alles viel weniger komplex und auch umweltverträglicher war. Wir sind im Zweifel: Einerseits wollen wir die fortschrittliche Entwicklung nicht missen, andererseits sehen wir auch deren negative Auswirkungen auf unseren Planeten. Der von Zeit zu Zeit aufkommende Gedanke, dass die Schäden an unserem Planeten bereits irreparabel sind, verdrängen wir diskret, die hin und wieder aufbrausende Panik versuchen wir damit zu beruhigen, dass wir alleine sowieso nichts bewirken könnten. Und genau da liegt der Punkt. Wir denken, alles alleine tun zu müssen. Die Anforderungen die wir selbst und andere an uns stellen werden nicht selten zu Überforderungen. “Möglichst viel, möglichst schnell“ scheint das Motto zu lauten, denn Zeit ist Geld. Und Geld ist Macht. Oder so.
Und da kommt und ein Lebensstil, der die Nachhaltigkeit ausser Betracht lässt, nicht ungelegen.
Ich denke, dass gerade dieses ständige Wissen um die Anforderungen, welche an uns gestellt werden, kombiniert mit der Bequemlichkeit, die wir glauben uns verdient zu haben, ergänzt mit einem Quäntchen Egoismus, dem Planeten nicht entgegenkommt.
Vielleicht sollten wir versuchen, unsere Gedanken statt nur auf die eigene Altersvorsorge auch auf die der Erde zu richten. Wir alle (auch Planet Earth) werden älter, und die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Verhindern können wir dies nicht. Aber wir können (wenn wir wollen) mit gutem Beispiel vorangehen, um diesen Verlauf positiv zu beeinflussen.

1 Kommentar:

Nini hat gesagt…

Du schreibst in deinem Post, dass es nicht an Ideen mangelt, wie man umweltverträglicher leben könnte, aber an deren Umsetzbarkeit. Da bin ich nicht ganz deiner Meinung. Ich denke zwar auch, dass es viele Ideen gäbe, wie man z. B. Wasser sparen könnte, aber das Problem ist, dass der Mensch nicht auf den gewonnen Luxus verzichten möchte. Umsetzbar wäre es nämlich schon, dass wir etwas schneller duschen würden oder eine Sparduschbrause benutzen würden. Doch wir geniessen es zu duschen, und zwar unter einem Schwall von Wasser. Es müssen also Ideen her, wie man jetzt Wasser sparen könnte, ohne unsere Luxuslust einzuschränken.