Dienstag, 19. Februar 2008

Stetige Entwicklung ist nur gemeinsam möglich

Als ich vor ein paar Tagen zu Boden blickte, hat es mich wahrlich erschreckt, was ich da sah. Die Wasserrinne war über und über mit Zigarettenstummel, Papierfetzen und anderem Abfall gefüllt, obwohl es gleich zwei Schritte weiter einen Aschenbecher und einen Abfalleimer hat.
Es ist mir auch schon öfters aufgefallen, dass viele Jugendliche alle möglichen Sachen einfach auf den Boden werfen, anstatt die Dinge umweltschonend zu entsorgen. Das Schlimmste daran finde ich aber ist, dass sie nicht ein einziger Mensch darauf aufmerksam macht. Ich habe es schon einige Male erlebt wie die Leute rund herum einfach weggeschaut haben.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass momentan sehr viel unternommen wird, um ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung (bezogen auf unsere Umwelt) in der Gesellschaft zu fördern. Die Wissenssendung Galileo macht mit gekonnten Werbespots bereits seit einigen Monaten auf die Klimaveränderung aufmerksam und fordert die Gesellschaft auf nachzudenken. In Ihren Sendungen bringen sie oft einige hilfreiche Tipps, wie zum Beispiel Energie gespart werden kann und so gleichzeitig die Umwelt weniger belastet wird. Auch die Migros zeigt in einigen Bereichen Fortschritte. Gerade letzte Woche brachte sie im Migrosmagazin ein Heft zum Klimaschutz heraus. Darin sind verschiedene Ziele der Grossfiliale für die Zukunft zu finden. Ebenso haben sie bereits den ersten Schritt gewagt und in Amriswil eine Migros nach Minergie-Standard eröffnet. Diese verbraucht viel weniger Energie, als ein herkömlicher Supermarkt.
Nun ist noch der Coop der mit einem Lied, gesungen von Rapper Stress, für den Klimaschutz wirbt. In der Öffentlichkeit wird also viel unternommen, auch wenn es teilweise wahrscheinlich nur aus Werbezwecken getan wird. Nun ist aber die Frage, ob es auch die Wirkung zeigt, die damit bewirkt werden sollte.
Von mir zu Hause kenne ich folgende "Weisheiten". Wir stellen unsere elektrischen Geräte jeweils ganz aus und lassen sie nicht auf Standby laufen. Gekocht wird oft mit Deckel auf der Pfanne, um Energie zu sparen. Den Abfall trennen wir grob geschätzt in fünf verschiedene Sorten: Alu, Kompost, Papier & Karton, Pet, restlicher Abfall. Von diesen kleinen Massnahmen gibt es noch viele mehr die heutzutage den meisten Leuten bekannt sind. Nun frage ich mich aber, warum wir trotzdem immer noch in den Anfängen stecken.

Wir Menschen besitzen über viel wichtiges Wissen, wenden es aber nicht immer an. Im Falle der Nachhaltigen Entwicklung ist es wohl so, dass wir einfach zu sehr an all den Luxus, den wir heute haben, gewöhnt sind. Ich selbst merke dies, wenn es darum geht, ob ich mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren soll. Mit dem Postauto habe ich eine Stunde fahrt. Nähme ich das Auto, wäre ich gerade mal 15min unterwegs. So könnte ich eine Stunde länger schlafen. Da ist die Versuchung gross öfters mit dem Auto zu gehen.

Viele Leute empfinden das Schützen der Umwelt als wichtig und bejahen jegliche Umwelttipps. Allerding zeigen viele keine oder nur wenig Bereitschaft diese im eigenen Haus auszuführen. Jede/r denkt, der/die andere kann es ja tun. Das finde ich schade, denn nur wenn sich jede/r einzelne im Land, in Europa und auf der Welt dafür einsetzt und alle zusammenarbeiten, können die Ziele erreicht werden. Um dies zu erreichen, muss aber jeder einzelne Mensch zuerst bei sich selbst beginnen.

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