Was mir im Text von Herz vor allem wichtig erscheint, ist die Tatsache, dass man Inhalte der Agenda 21 in der Schule thematisiert und bei den Kindern auch Emotionen auslöst. Nicht im Sinne von Schock-Pädagogik, sondern so, dass die Kinder neugierig werden, mehr erfahren wollen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für eine Sache einzusetzen. Herz beschreibt dies mit “Wissensdurst und Verstehenshunger“.
Sehr gerne würde ich auch Projekte zu Agenda 21 Themen in der Praxis durchführen. Öffentliche Präsentationen, wie Herz sie beschreibt, wären mit Mitteltufenschüler/innen bestimmt umsetzbar. Die Inhalte der Themen nicht nur passiv zu konsumieren, sondern sich aktiv mit der Sache auseinander zu setzen und diese an Öffentlichkeit zu bringen, ist bestimmt auch für die Kinder eine Bereicherung und gibt ihnen das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und etwas bewirken zu können. Dabei ist es meines Erachtens auch wichtig, dass die ganze Schule hinter den Projekten steht und gemeinsam, als Schule, ihre (Vorbild)haltung nach aussen repräsentiert.
Dienstag, 11. März 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
7 Kommentare:
Ich bin ganz deiner Meinung. Bei Öffentlichkeitsarbeiten sollte die gesamte Schule hinter dem Projekt stehen und dies nach aussen vertreten.
Für solche Vorhaben müssen die Schülerinnen und Schüler aber schon früh zur Selbständigkeit erzogen werden. Es wird eigenständiges und selbstverantwortendes Arbeiten verlangt. Aus meiner Sicht unerlässliche Fähigkeiten.
Dein Text fasst, so denke ich, in Kurzem alles zusammen, was Otto Herz mitteilen möchte. Dabei kann ich dich nur unterstützen. Den Kindern muss zuerst die Möglichkeit gegeben werden, einen Bezug zur Natur aufbauen zu können, damit mit dem Handeln auch Emotionen zusammenhängen. Erst das Handel aus Überzeugung bringt uns weiter und dazu kann man mit öffentlichen Beiträgen, Informationen, dem aktive Tun viel beitragen. Arbeitet man dann noch im Team, wird einem vieles erleichtert und es eröffnen sich noch mehr Möglichkeiten.
Ich würde ebenfalls gerne Projekte, die Herz in seinem Artikel beschreibt, durchführen. Meiner Meinung nach klingen sie sehr spannend. Aber ich denke auf der anderen Seite können sie recht anspruchsvoll sein. Der Ertrag würde aber wahrscheindlich auch gross sein. Ich denke, dass die Kinder sehr viel profitieren würden. Sie würden dadurch Anregungen erhalten, wie sie sich in ihrem Alltag nachhaltig verhalten können. Die Kinder würden sehr viel bei diesen Projekten lernen.
Ich stimme dir zu, dass die ganze Schule dahinter stehen muss.
Hoi Slitsch
Ich finde auch, dass man die Inhalte der Agenda 21 im Unterricht thematisieren soll und dass sie Emotionen bei den Kindern auslösen soll. Als ich letzten Sommer im Praktikum das Thema "Strom sparen" mit den Kindern behandelt habe ist zum Beispiel ein Junge nach der Stunde ganz erschrocken zu mir gekommen und hat gefragt, wieso man denn nun keine heissen Speisen in den Kühlschrank stellen dürfe, weil er habe das bis jetzt immer gemacht. Dieser Junge wollte eben noch mehr wissen. Er wollte über die Stromspartipps hinaus den Zusammenhang VERSTEHEN.
Ja, ich finde auch, dass man die Kinder nicht schockieren sollte. Vor allem habe ich das Gefühl, dass Kinder viel schneller Verantwortung für die Tiere und die anderen Menschen übernehmen als Erwachsene. Ich kann das statistisch nicht belegen, aber ich habe das schon oft beobachtet. Öffentliche Präsentationen sind enorm wichtig und können den Kindern das Gefühl geben:" He, wir bewirken etwas!"
Ich stimme dir zu, dass in der Schule Projekte durchgeführt werden sollen. Da hat Herr Herz in seinem Text etwas wichtiges aufgegriffen. Ebenfalls soll nicht nur über die Nachhaltigkeit gesprochen werden, sondern man soll die Kinder erleben, erforschen, hinterfragen, ... lassen. Wie du, denke ich das einiges in der Primarschule umsetzbar ist, doch nicht alle Themen eigenen sich wie im Text erwähnt in allen Stufen gleich. Trotzdem finde ich, man soll auch etwas wagen und ausprobieren.
Ich denke du hast viele richtige Ansätze in deinen Ausführungen. Solange niemand Verantwortung übernimmt, solange wird sich auch kaum etwas ändern. Es ist höchste Zeit etwas in unserem Verhalten zu ändern. Wir Lehrer halten die Zukunft bei der Hand. Die Kinder sind unsere Zukunft und so ist es wichtig das wir ihnen als gutes Vorbild einen Weg weisen der in eine richtige Richtung geht. Jeder hat die Kraft vieles zu verändern. Es ist nur wichtig diese Ressource zu kennen und seinen eigenen Kräfte im positiven Sinn zu mobilisieren.
Kommentar veröffentlichen