Den Text von Otto Herz fand ich sehr spannend zum durchlesen. Er bringt viele gute Ideen, die sich im Verlaufe der Jahre auch gut in der Schule umsetzen lassen. Was ich speziell von diesem Text mitnehme ist vor allem, dass Nachhaltigkeit in fast allen Fächern umsetztbar ist. So muss dieses Thema nicht fix auf die Anzahl MuU-Lektionen beschränkt sein, sondern kann auch in einer Mathelektion näher betrachtet werden. Es ist also möglich die einzelnen Schulfächer zu einem Ganzen zusammen zu führen und einen fächerübergreifenden Unterricht zu gestalten. Denn verschiedene Deutschübungen lassen sich versteckt in das Thema nachhaltige Zukunft einbauen. Ebenso wird in Mathe vielleicht die Menge der Esswaren oder das Einkommen einzelner Menschen von verschiedenen Ländern berechnet. Es gibt also sehr viele Ideen und Möglichkeiten, wie ein Bewusstsein für eine nachhaltige Zukunft geweckt und gefördert werden kann. Am Wichtigsten erscheint mir aber, dass Otto Herz in seinem Text oft vom direkten Handel ausgeht. Erinnere ich mich zurück an meîne Schulzeit, so kommt mir sofort der "Fätzlitag" in den Sinn. An diesem Tag kamen jeweils alle Kinder mit ein paar Handschuhen in die Schule. Gemeinsam gingen wir dann in Gruppen allen möglichen Abfall in der Umgebung einsammeln. Eine Schulklasse bastelte dann aus dem gesamten gefundenen Abfall eine Figur, die einige Wochen auf dem Schulgelände bestehen blieb. Ich denke, dass genau solche Dinge nachhaltig wirken und bei den Kindern auch Anklang finden. Meiner Ansicht nach bringt es nicht viel, wenn im Schulzimmer zwar einige Dinge erwähnt werden, aber dies nicht auch gleich so ausgeführt wird. Auf diese Weise geht die Betroffenheit oder eben auch die gewonnene Erkenntnis schnell wieder verloren. Nicht zu vergessen ist dabei (wie Otto Herz erwähnt hat), dass das Miteinander von grosser Bedeutung ist. Deshalb ist es meiner Meinung nach von Bedeutung, dass nicht nur einzelne Schulklassen Projekte durchführen, sondern auch von Zeit zu Zeit das ganze Schulhaus an solchen Anlässen und Ideen teilnimmt.
Schlussfolgernd bedeutet dies für mich, dass das handelnde Lernen mit dem Alltag verknüpft am meisten Erfolg bei den Kindern und auch Erwachsenen erzielt. Nur wer dadurch die direkten Zusammenhänge sieht, kann auch Einsicht gewinnen und reagieren. Dabei ist es für mich als zukünftige Lehrperson wichtig mit gutem Beispiel voran zu gehen, das Interesse der Kinder durch Vielfalt und nützliche Tätigkeiten zu wecken und ihnen möglichst gute Einblicke in das Geschehen der nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten.
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1 Kommentar:
Hallo Manuela
Ich finde es auch eine gute Idee, Nachhaltigkeit fächerübergreifend zu thematisieren. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das mit den Lehrplaninhalten vereinbar ist. Bei so viel Stoff, der behandelt werden sollte, bleibt wohl nicht mehr viel Freiraum.
Ich bin auch überzeugt davon, dass es nachhaltiger "wirkt" wenn die Schule Projekte zum Thema Nachhaltigkeit umsetzt. So erfahren die Kinder gleich selbst, dass und wie sie etwas bewirken können.
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