Herr Herz will:
- dass die Themenfelder der Agenda 21 in den einzelnen Fächern und fächerübergreifend behandelt werden
- dass die Schulgemeinde sich regelmässig trifft, um über Problemstellungen der Agenda 21 diskutiert
- dass die Schule die Probleme unserer Welt unter die Leute bringt
- dass das Schulhaus selbst den Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht
- dass mit ausserschulischen Partnern zusammen gearbeitet wird
- dass die Schulprogramme sich auf die Agenda 21 beziehen
- dass am internationalen Projekttag der Solidarität teilgenommen wird.¨
Das ist zuerst einmal ganz schön viel und meiner Meinung nach auch nicht alles umsetzbar. Herr Hetzt widerspricht sich sogar, als er sagt, alle Schüler und Schülerinnen sollten die Gelegenheit erhalten, während der Schulzeit einige Zeit im fernen Ausland zu verbringen. Das fördert sicher die Solidarität und das Verständnis gegenüber der fremden Kultur, aber es verursacht auch wieder Umweltverschmutzung, weil die Jugendlichen erst einmal mit dem Flieger an Ort und Stelle kommen müssen.
Was aber finde ich umsetzbar und würde ich als erstes tun. Nun, das Beste finde ich, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht selbst immer wieder aufzugreifen. Wenn man zum Beispiel das Thema Strom behandelt, dann finde ich es wichtig mit den Kindern die verschiedenen Arten von Stromerzeugung durchzunehmen und auch welche davon unweltverträglich sind. Den Kindern sind solche Unterschiede meist noch gar nicht bewusst. Damit, dass ein Teilthema dar Agenda 21 im Schulzimmer behandelt wurde, haben die Kinder den Schritt des Wissens bereits getan. Ich glaube nicht, dass man danach Ausstellungen in Schaufenstern machen muss. Die Kinder werden Fachinhalte, die sie interessieren oder beschäftigen auch so weiter erzählen; den Eltern, den Geschwistern, Freunden oder Verwandten. Mund – zu – Mund Propaganda war schon immer das Beste.
Wichtig wird mir in meinem zukünftigen Lehrberuf auch sein, dass ich als Modell nachhaltig handle. Dazu gehört, dass ich, wenn möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule komme, ich selbst Lebensmittel aus der Schweiz kaufe und auch, dass ich mich im Team dafür einsetze, dass unser Schulgebäude gut isoliert ist oder sogar mit Solarzellen ausgerüstet wird.
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2 Kommentare:
Ich finde es gut, dass du den Bericht von Otto Herz auch kritisch betrachtest. Auch ich habe festgestellt, dass nicht alles umsetzbar ist (vor allem für die Primarschule). Öffentliche Präsentationen finde ich jedoch eine gute Sache. Sicher zweifle ich nicht daran, dass Kinder interessante Sachen weiter erzählen. Mir geht es jedoch auch darum, Abwechslung in den Unterricht zu bringen und das Gelernte auf eine andere Art und Weise zu präsentieren. Ausserdem macht man als Klasse etwas, was über die vier Wände des Schulzimmers hinausgeht. Dies könnte sich wiederum positiv auf den Klassengeist auswirken. Natürlich ist die öffentliche Präsentation, so wie sie Herr Herz beschreibt, sehr anspruchsvoll und müsste für die Primarschule angepasst werden z.B. im Schulhaus eine Ausstellung für die Eltern machen usw.
Ich finde es auch einen sehr wichtigen Punkt, dass wenn man als Lehrperson den Kindern "nachhaltige Entwicklung" näher bringen will, auch demensprechend als Vorbild agieren sollte. Denn wäre es nicht etwas wiedersprüchlich, wenn die Lehrperson den Kinder sagt, man sollte so oft als möglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen, jedoch selbst ein Auto fährt, dass sehr viel Treibstoff verbraucht? Als Lehrperson sollte man sich immer bewusst sein, dass man für die Kinder ein Vorbild ist und dies auch positiv "nutzt", beziehungweise demensprechnd handelt und lebt.
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