Freitag, 2. Mai 2008

Umweltprojekt "1 Fr. für den Regenwald"







Als uns gesagt wurde, wir sollten bis am 4. Mai ein Umweltprojekt durchführen, kam uns sofort die Idee etwas mit Tieren machen. Wir informierten uns also bei diversen Personen und im Internet, was alles machbar wäre. Schnell fanden wir heraus, dass es sowohl fürs „Frösche über die Strasse tragen“ als auch für den Bau von Winterquartieren für Igel nicht Saison war. Also mussten wir uns schweren Herzens etwas Neues überlegen. Beim Surfen im Internet stiessen wir auf den Spendenaufruf vom WWF. Er sagte, dass wenn jeder Schweizer Einwohner einen Franken spenden würde, dann könnte eine Regenwaldfläche von der Grösse der Schweiz geschützt werden. Das war die Geburtsstunde unserer Idee, an der PH für einen Franken Kuchenstücke zu verkaufen und den Erlös dem WWF für den Regenwald zu spenden.
Nachdem wir unser Projekt mit unserem Blogbetreuer abgesprochen hatten und uns auf ein Datum geeinigt hatten, wurde ein Massenmail gestartet, damit auch alle S
tudierenden darüber informiert werden konnten, was sie mit dem Kauf eines Kuchenstückes bewirken können.
Am Wochenende des 26. und 27. Mai galt es nun Haselnüsse zu schneiden, zu mixen und zu backen. Jede von uns backte zwei Kuchen in Handarbeit und mit nachhaltigen Zutaten.
Am Montag den 28. Mai verkauften wir schliesslich unsere deliziösen Kuchen.
In der Pause waren wir noch etwas enttäuscht, weil der Verkauf harzig begann. Nach und nach gingen die Stücke jedoch weg und wir können den Studierenden der PH mit Stolz verkünden, dass wir in der Lage sind 100 Fr. zu spenden. Damit können wir ein Regenwaldstück von 1km2 für zwei Jahre schützen.

Vielen Dank an alle, die uns ein Stück Kuchen abgekauft haben!



Montag, 7. April 2008

Liebe Studierende,

ich verfolge Ihre Posts mit Interesse und möchte mich zu einigen Punkten aus Ihren Posts kurz äussern: Sie haben den Text von Herz einerseits als engagiert und hilfreich empfunden, andereseits empfinden Sie ihn als zu idealistisch, vielleicht sogar polarisierend. So scheint mehrfach die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Nachhaltige Bildung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.

Aus Ihren Blogbeiträgen scheint manchmal eine strukturelle Unsicherheit bezüglich BNE heraus, welche ich noch klären möchte: Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist kein Thema, welches als solches in der Schule unterrichtet werden kann, sondern eine Strategie oder ein Konzept (Frau Küenzli hat es heute ein interdisziplinäres Bildungsangebot genannt), Themen der Nachhaltigen Entwicklung in den "herkömmlichen" MU-Unterricht zu integrieren... also z.B. beim Thema Schokoloade neben den klassischen Inhalten auch die Frage der Akteure, der marktwirtschaflichen Verflechtungen, des Fair Trades usw. einbauen. Hier spielen die spezifischen Teilkompetenzen und didaktischen Prinzipien - welche Sie übrigens gut und umfassend aus dem Plakat Abfall herausgelesen haben - eine zentrale und tragende Rolle.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Arbeitsauftrag, Analyse des Plakates Abfall

Themenwahlbegründung

- Immer wieder aktuelles Thema
- Attraktive Gestaltung des Plakates
- Übersichtliches Plakat
- Thema, das Kinder unmittelbar betrifft


Passende Teilziele

B4/B6 (Teilerfüllte Ziele)
- Was passiert, wenn niemand mehr den Abfall entsorgt?
- Schüler und Schülerinnen erkennen die Wichtigkeit der Abfallentsorgung, indem sie sich der Folgen bewusst sind, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde. (Ziel)

C6
- Kinder lernen, wie Abfall getrennt werden kann und welchen Nutzen dies für die Umwelt hat
Beim Abfallsammeln achten sie auf die Verteilung der Abfalleimer (sind es genügend oder nicht …).

D4
- Kinder lernen, wie Abfall getrennt wird und dadurch erkennen sie, wie sie selbst einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung beitragen können.

F3
- Das Kind kann eigene Visionen äussern und begründen. (Ziel)

G6
- vDie Kinder sind in der Lage die Sicht verschiedener Interessengruppen zu übernehmen. (Ziel)

G4/G5
- Weil die Kinder verschiedene Komponenten der Abfallentsorgung kennen lernen, gehen wir davon aus, dass diese Ziele ebenfalls erfüllt oder mindestens teilerfüllt werden.
- Ziel- und Interessenkonflikte zwischen Kosten der Abfalleimer (Personal für die Entleerung,…) und deren Nutzen zur Erhaltung der Sauberkeit auf öffentlichem Raum.


Auftrag 2

Entdeckendes Lernen:
- Kinder gehen als erstes Abfall sammeln und entdecken dabei, was so alles liegen gelassen wird und wie es um die Anzahl Abfalleimer steht.

Handlungs- und Reflexionsorientiert:
- gehen Abfall sammeln
- Exkursion
- Nachdenken darüber, ob sie bereits Abfall trennen etc.

Visionsorientierung:
- Fragestellung „Was würde geschehen, wenn sich niemand mehr um den Abfall kümmern würde?“ Steht für die Entwicklung von Visionen, wie es in Zukunft sein sollte.

Vernetztes Lernen
- Bedeutung Gegenwart und Zukunft, wenn Kinder nun mit Abfalltrennung beginnen
Weg des Abfalls, wer wird damit konfrontiert?
- Eigene Wertvorstellungen der Kinder werden einbezogen, diskutiert und reflektiert

Zugänglichkeit
- Gehen Abfall sammeln
- Besuchen Abfallsammlungsfirma
- Alltag der Kinder
- Abfall entsteht überall

Freitag, 4. April 2008

Mein Lieblingsspazierweg

Am letzten Dienstag machte ich einen Spaziergang nach Herisau. Dabei geht es zuerst am Gübsensee vorbei. Danach geht der Weg steil den Hügel hinauf und am Schluss wird man mit einer herrlichen Aussicht über Gossau/Winkeln/Abtwil/Bruggen belohnt. Dieser Spaziergang ist meine Lieblinsstrecke. Der Weg kann nach den Gefühlen in zwei Teile geteilt werden. Während ich dem Gübsensee entlang laufe, fühle ich mich jeweils in dieser Oase des Friedens aufgehoben. Der See liegt vor mir, rundherum von Bäumen umsäumt. Es scheint als wolle er dir mit seinen Bäumen Schutz bieten und dich zu sich aufnehmen.
Später, beim Aufstieg, zeigt sich ein gegensätzliches Bild der Natur. Es geht der Voralplen – Bahnlinie entlang. Der Wald dort ist alt, sumpfig und unaufgeräumt. Es bietet sich kein heimeliges Bild. Man hat das Gefühl, man müsse möglichst schnell durch diesen Teil hindurch spazieren.
Schlussendlich erreicht man nach dem Passieren einiger Firmengeländen den Weg, der den Hügel entlang führt. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick. Man fühlt sich frei. Trotzdem gibt es einige Störfaktor in dieser Aussicht. So ist zum Beispiel das neue Fussballstadion ein richtigr Schandfleck in der Landschaft. Es ist gross und klobig und zieht dadurch den Blick an.
In der näheren Umgebung fühlt man sich aber wiederum aufgenommen und geschützt. Der Weg wird gesäumt von einigen Bauernhöfen, welche wiederum von Wald umgeben sind. Ich geniesse diesen Weg jeweils in vollen Zügen und bin fast etwas enttäuscht, wenn ich wieder zum Gübsensee hinuntersteige, um den Heimweg anzutreten.

Dienstag, 25. März 2008

Waldspaziergang

Ich stehe mitten im Wald, es ist bitter kalt und einzelne Schneeflocken bahnen sich ihren Weg zwischen den Bäumen hindurch. Wie ich da so stehe, frage ich mich, was die Bäume wohl von diesen späten Wintergesten halten. Es scheint ihnen nichts auszumachen. Oder sie lassen es zumindest mit sich geschehen. Haben sie sich mit ihrem Platz angefreundet? Oder gibt es Bäume unter ihnen, die wieder und abermals vergeblich gegen ihren Platz auf der Welt anzukämpfen versuchen? Solche, die alle Energie zusammenraufen, um die Umstände ihres Daseins zu verändern? Und jedes Mal erneut schmerzhaft erfahren müssen, dass ihre Kraft dazu nicht ausreichen würde? Wohl kaum…oder doch?
Wenn ich mich in der Natur aufhalte, stelle ich mir häufig Fragen. Meine Gedanken entschlüpfen den üblichen Schranken und es gelingt mir für kurze Zeit, Vergangenes und Zukünftiges zu vergessen. Nur den Moment wahrzunehmen.

Trotz der winterlichen Bedingungen höre ich vereinzelt das Zwitschern eines Vogels, welches das sanfte Aufsetzen der Schneeflocken auf den Bäumen und Sträuchern übertönt. Die Geräusche wirken entspannend auf mich. Ein Gefühl der Verbundenheit mit der Natur kommt auf. Ich bin Teil eines Ganzen. Ich bin Natur. Und ich bin dankbar, in der Natur sein zu dürfen, Teil der Natur sein zu dürfen.
Ich frage mich, wie lange uns die Natur noch so erhalten bleiben würde. Und neben dem Gefühl der Dankbarkeit schleichen sich Schuldgefühle in mein Gewissen. Habe ich überhaupt ein Recht dazu, mich als Teil der Natur zu sehen? Darf ich die vollkommene Natur benützen? Ausnützen? Was habe ich als Gegenleistung zu bieten? Kann ich mein Verhalten gegenüber der Natur verantworten?
An dieser Stelle fällt mir gerade eine Textpassage aus einem Lied von Thomas D. ein, welche folgendermassen lautet: „Es tut mir leid Natur, denn deine Erben erheben sich gegen dich und erledigen dich. Du warst vollkommen in Vielfalt, und mit allem im Einklang, bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang. All deine Schätze die am Anfang allen gut vertraut, sie wichen Plätzen die auf Tränen und Blut gebaut, ich seh die Wunden blinder Wut auf deiner Haut entstehn, obwohl doch die die dich verletzen damit gegen sich selbst gehn.“
Mir wird bewusst, wie sehr ich an der Natur hänge. Naturerlebnisse geben mir die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und neue Kräfte zu schöpfen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass sie uns erhalten bleibt, und ich im Einklang mit ihr leben darf.

Natur, eine Oase der Entspannung

Am Sonntag habe ich mir die Zeit genommen für eine Stunde nach draussen in den Garten zu sitzen. Es war ziemlich kalt im Schnee. Glücklicherweise schien mir an diesem Tag die Sonne am strahlend blauen Himmel warm ins Gesicht. Als ich dann so da sass und über den Wochenauftrag nachdachte, schwirrten mir viele Gedanken durch den Kopf. Von meinem Standort aus konnte ich das Nachbardorf sehen. Alles glitzerte unter der weissen Schneedecke im Schein der Sonne. Die Häuser wirkten mit den weissen Dächern irgendwie verzaubert und fesselten meinen Bilck. An einigen Stellen begann der Schnee in der Sonne zu schmelzen und grüne Wiese kam zum Vorschein. Ein Mäusebushard zog am Himmel seine Kreise. Auf dem Feld schlich eine Katze umher, wahrscheinlich auf der Suche nach einer Maus. Trotz der Kälte schienen auch einige Vögel unterwegs zu sein, die ich ab und an zwitschern hörte. Durch diesen Anblick breitete sich eine innere Ruhe in mir aus. Ich genoss es einfach da zu sitzen und den Geräuschen um mich herum zu lauschen. All meine gewonnenen Eindrücke von idyllischer Ruhe wurden allerdings durch die Autogeräusche von der Strasse gedämpft. Da ich direkt an einer Hauptstrasse wohne, sind draussen im Garten die Geräusche des Verkehrs leider hörbar. Ich merkte, wie es mich innerlich wütend werden liess, das der Strassenverkehr meine Ruhe störte und die zuerst gewonnenen Eindrücke der eben betrachteten Natur ein stückweit zu Nichte machten. Dies zeigt, dass mir die Natur als Oase der Entspannung wichtig ist. Sie lädt ein zu geniessen und träumen. Ich als Mensch sehe mich deshalb als Teil der Natur. Leider schätzen sie viele von uns nicht mehr so, wie sie es eigentlich verdient hätte. Mir kommen da immer die Indianer in den Sinn. Diese haben jeweils nur so viel von der Natur genommen, wie sie brauchten und als Dank auch kleine Opfer dargebracht. Nun will ich damit nicht sagen, dass wir wieder in diese Zeit zurückkehren sollen. Aber zumindest sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Natur heutzutage "missbrauchen". Hier in Europa haben wir einen Überschuss an Lebensmitteln. So kommt es vor, dass je nach Ernteertrag von den Bauern mehrere Tonnen Kartoffeln verbrannt werden. Warum bauen wir also so viele Felder an, pflegen sie mit vielen Chemikalien, damit möglichst viel geerntet werden kann und verbrennen dann doch ein Drittel, um genügend Geld dafür zu erhalten? Besser wäre es meiner Meinung nach weniger chemische Düngemittel zu verwenden und dafür die Natur mehr zu schützen und erhalten. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Unsere Gesellschaft sollte deshalb wieder wegkommen von der zu starken Nutzung nur für die Menschheit und mehr zu einem Leben mit der Natur übergehen. Wir müssen wieder lernen die Natur mit all ihren Vor- und Nachteilen zu schätzen und auch schützen, hauptsächlich vor der wirtschaftlichen Ausnutzung. Dies ist allerdings ein grosses Ziel, dass nicht so leicht zu erreichen ist.

Mittwoch, 12. März 2008

Fächerübergreifender Unterricht und Modell sein

Herr Herz will:
- dass die Themenfelder der Agenda 21 in den einzelnen Fächern und fächerübergreifend behandelt werden
- dass die Schulgemeinde sich regelmässig trifft, um über Problemstellungen der Agenda 21 diskutiert
- dass die Schule die Probleme unserer Welt unter die Leute bringt
- dass das Schulhaus selbst den Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht
- dass mit ausserschulischen Partnern zusammen gearbeitet wird
- dass die Schulprogramme sich auf die Agenda 21 beziehen
- dass am internationalen Projekttag der Solidarität teilgenommen wird.¨

Das ist zuerst einmal ganz schön viel und meiner Meinung nach auch nicht alles umsetzbar. Herr Hetzt widerspricht sich sogar, als er sagt, alle Schüler und Schülerinnen sollten die Gelegenheit erhalten, während der Schulzeit einige Zeit im fernen Ausland zu verbringen. Das fördert sicher die Solidarität und das Verständnis gegenüber der fremden Kultur, aber es verursacht auch wieder Umweltverschmutzung, weil die Jugendlichen erst einmal mit dem Flieger an Ort und Stelle kommen müssen.
Was aber finde ich umsetzbar und würde ich als erstes tun. Nun, das Beste finde ich, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht selbst immer wieder aufzugreifen. Wenn man zum Beispiel das Thema Strom behandelt, dann finde ich es wichtig mit den Kindern die verschiedenen Arten von Stromerzeugung durchzunehmen und auch welche davon unweltverträglich sind. Den Kindern sind solche Unterschiede meist noch gar nicht bewusst. Damit, dass ein Teilthema dar Agenda 21 im Schulzimmer behandelt wurde, haben die Kinder den Schritt des Wissens bereits getan. Ich glaube nicht, dass man danach Ausstellungen in Schaufenstern machen muss. Die Kinder werden Fachinhalte, die sie interessieren oder beschäftigen auch so weiter erzählen; den Eltern, den Geschwistern, Freunden oder Verwandten. Mund – zu – Mund Propaganda war schon immer das Beste.
Wichtig wird mir in meinem zukünftigen Lehrberuf auch sein, dass ich als Modell nachhaltig handle. Dazu gehört, dass ich, wenn möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule komme, ich selbst Lebensmittel aus der Schweiz kaufe und auch, dass ich mich im Team dafür einsetze, dass unser Schulgebäude gut isoliert ist oder sogar mit Solarzellen ausgerüstet wird.

Dienstag, 11. März 2008

Agenda 21 in der Schule

Was mir im Text von Herz vor allem wichtig erscheint, ist die Tatsache, dass man Inhalte der Agenda 21 in der Schule thematisiert und bei den Kindern auch Emotionen auslöst. Nicht im Sinne von Schock-Pädagogik, sondern so, dass die Kinder neugierig werden, mehr erfahren wollen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für eine Sache einzusetzen. Herz beschreibt dies mit “Wissensdurst und Verstehenshunger“.
Sehr gerne würde ich auch Projekte zu Agenda 21 Themen in der Praxis durchführen. Öffentliche Präsentationen, wie Herz sie beschreibt, wären mit Mitteltufenschüler/innen bestimmt umsetzbar. Die Inhalte der Themen nicht nur passiv zu konsumieren, sondern sich aktiv mit der Sache auseinander zu setzen und diese an Öffentlichkeit zu bringen, ist bestimmt auch für die Kinder eine Bereicherung und gibt ihnen das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und etwas bewirken zu können. Dabei ist es meines Erachtens auch wichtig, dass die ganze Schule hinter den Projekten steht und gemeinsam, als Schule, ihre (Vorbild)haltung nach aussen repräsentiert.

Montag, 10. März 2008

Thematisierung durch gezieltes Handeln

Den Text von Otto Herz fand ich sehr spannend zum durchlesen. Er bringt viele gute Ideen, die sich im Verlaufe der Jahre auch gut in der Schule umsetzen lassen. Was ich speziell von diesem Text mitnehme ist vor allem, dass Nachhaltigkeit in fast allen Fächern umsetztbar ist. So muss dieses Thema nicht fix auf die Anzahl MuU-Lektionen beschränkt sein, sondern kann auch in einer Mathelektion näher betrachtet werden. Es ist also möglich die einzelnen Schulfächer zu einem Ganzen zusammen zu führen und einen fächerübergreifenden Unterricht zu gestalten. Denn verschiedene Deutschübungen lassen sich versteckt in das Thema nachhaltige Zukunft einbauen. Ebenso wird in Mathe vielleicht die Menge der Esswaren oder das Einkommen einzelner Menschen von verschiedenen Ländern berechnet. Es gibt also sehr viele Ideen und Möglichkeiten, wie ein Bewusstsein für eine nachhaltige Zukunft geweckt und gefördert werden kann. Am Wichtigsten erscheint mir aber, dass Otto Herz in seinem Text oft vom direkten Handel ausgeht. Erinnere ich mich zurück an meîne Schulzeit, so kommt mir sofort der "Fätzlitag" in den Sinn. An diesem Tag kamen jeweils alle Kinder mit ein paar Handschuhen in die Schule. Gemeinsam gingen wir dann in Gruppen allen möglichen Abfall in der Umgebung einsammeln. Eine Schulklasse bastelte dann aus dem gesamten gefundenen Abfall eine Figur, die einige Wochen auf dem Schulgelände bestehen blieb. Ich denke, dass genau solche Dinge nachhaltig wirken und bei den Kindern auch Anklang finden. Meiner Ansicht nach bringt es nicht viel, wenn im Schulzimmer zwar einige Dinge erwähnt werden, aber dies nicht auch gleich so ausgeführt wird. Auf diese Weise geht die Betroffenheit oder eben auch die gewonnene Erkenntnis schnell wieder verloren. Nicht zu vergessen ist dabei (wie Otto Herz erwähnt hat), dass das Miteinander von grosser Bedeutung ist. Deshalb ist es meiner Meinung nach von Bedeutung, dass nicht nur einzelne Schulklassen Projekte durchführen, sondern auch von Zeit zu Zeit das ganze Schulhaus an solchen Anlässen und Ideen teilnimmt.
Schlussfolgernd bedeutet dies für mich, dass das handelnde Lernen mit dem Alltag verknüpft am meisten Erfolg bei den Kindern und auch Erwachsenen erzielt. Nur wer dadurch die direkten Zusammenhänge sieht, kann auch Einsicht gewinnen und reagieren. Dabei ist es für mich als zukünftige Lehrperson wichtig mit gutem Beispiel voran zu gehen, das Interesse der Kinder durch Vielfalt und nützliche Tätigkeiten zu wecken und ihnen möglichst gute Einblicke in das Geschehen der nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten.

Donnerstag, 6. März 2008

Lieber Studierende, ich möchte mich mit meinem Beitrag zum ersten Mal in Ihrer Bloggruppe melden und mich an Ihren spannenden Diskussionen beteiligen. Ich freue mich über Ihre ausführlichen, fundierten, mit Fakten und Zahlen belegten Blogeinträge und über Ihre Ehrlichkeit. Es fällt uns nicht immer leicht, unser Wissen um energie- und umweltentlastendes Verhalten auch tatsächlich im Alltag umzusetzen. Vielleicht gibt uns der Blog einen Anstoss, die eine oder andere Angewohnheit in unserem Alltag zu überdenken.

Wir stellen fest, dass mit unserem Klima tatsächlich etwas nicht mehr stimmen kann... fast schon frühsommerliche Gefühle Ende Februar, Feinstaubwerte, die bereits jetzt massiv über den Grenzwerten liegen, ein viel zu trockener Februar..

Ich möchte den einen oder anderen innovativen und klimafreundlichen Punkt aufgreifen und so auch auf Ihre Posts zurückkommen.

Die grosse Mobilität, seis mit dem Privatauto oder dem immer günstiger werdenden Flugverkehr, sind Mitverursacher für die grossen CO2-Emmissionen. Auch wenn die Idee von Atmosfair nicht dazu verleiten soll, sorglos um die Welt zu fliegen, ist sie doch eine Möglichkeit, den Umweltschaden durch eine Flugreise in gewisser Weise zu vergelten: Flugpassagiere zahlen freiwillig für die von Ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Sie können auf der Homepage Ihre kommende oder vergangene Flugreise berechnen.

Dja beschreibt in einem der Blogs das Heizen mit Fernwärme. Andere klimafreundliche Heizsysteme, welche in der Schweiz immer stärker eingesetzt werden, sind folgende: Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend aus Deutschland, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).

Bilden von Fahrgemeinschaften und Carsharing-Systeme weiterentwickeln (Mobility)

In Ihren Blogs kommen Sie immer wieder zurück auf die Grossverteiler Migros und Coop. Die zwei Konzerne machen, wie Sie festgestellt haben, verstärkt Eigenwerbung mit der Klimafreundlichkeit... wohl unter anderem eine Folge der grossen Konkurrenz der zwei Firmen. Da wo man preislich fast identisch ist und gleichzeitig dieselben Produkte verkauft versucht man durch andere Elemente (eben die Nachhaltigkeit) sich vom anderen abzuheben; insofern also eine Konkurrenz mit sehr positiven Folgen. Sie haben vielleicht auch schon festgestellt, dass Coop damit angefangen hat, Lebensmittel speziell zu kennzeichnen, die mit Flugzeugen in die Schweiz transportiert werden mussten. Wir als Kunden haben mittlerweile also bei unserem täglichen Einkauf verschiedenste Anhaltspunkte, unseren Einkauf nachhaltig zu lösen.

Fazit: In Ihren Posts lese ich zahlreiche Ideen und Vorschläge, kleine Tipps und Selbstkritiken, wie wir unsere alltäglichen Lebensgewohnheiten anpassen und verändern könnten und so einen Beitrag leisten, unser Klima zu entlasten.

Freundliche Grüsse und bis zum nächsten Mal, Michael Zahner

Mittwoch, 5. März 2008

Kakaobohne und heisse Schokolade

Gerade gestern habe ich im Kassensturz gesehen, wie verschiedene Schokoladenpulver in ihrem Geschmack getestet wurden. Da ich sehr gerne jeweils am Abend oder nach einem langen Skitag noch eine heisse Schokolade trinke, hat mich dies auf die Idee gebracht, einmal nachzuforschen, woher das Schokoladenpulver für die Milch eigentlich kommt. Um Missverständnise schon im vorherein zu beseitigen, nehme ich einmal die Caotina als Beispiel.
Das Pulver besteht ja grösstenteils aus Kakaopulver. Dieses wird aus den Kakaobohnen gewonnen. Die Bohnen stammen vom Kakaobaum, der nur in tropischen Verhältnissen wächst. Ich nehme nun also einmal an, dass die Bohnen aus Afrika stammen. Dort müssen die Menschen die Kakaofrucht von Hand ablesen, die Bohnen aus der Schale lösen und zugedeckt gären lassen, damit sie den uns bekannten Geschmack entwickeln. Dabei wird vorallem die Sonnenenergie als eine natürliche Energiequelle genutzt.
Sind die Bohnen getrocknet, werden sie auf das Schiff verfrachtet und an entsprechende Unternehmen verkauft. Die weltweite Produktion wird dabei für Europa vorallem von London und Amsterdam aus gesteuert. Wurden die Bohnen schliesslich von Unreinheiten bereinigt, müssen sie geröstet werden. Dabei wird vorwiegend Energie in Form von Wärme benötigt. Um die gewünschte Wärme zu erzeugen werden die dazu benötigten Maschinen mit Strom betrieben. Ist dies alles geschehen, werden die Bohnen schliesslich maschinell gewalzt.
(www.chocoland.ch/herstellung.php)
Nun muss das dadurch entstandene Kakaopulver aber noch mit anderen Nahrungszusätzen gemischt werden, damit das Caotinapulver entsteht. Das Mischverfahren findet hier in der Schweiz statt. Dabei werden noch Zucker, Schokolade und andere Zutaten beigefügt. Nun darf nicht vergessen werden, dass das Pulver jetzt in Caotina-Büchsen abgefüllt werden muss. Ist dies maschinell getan, werden die Büchsen mit dem Lastwagen in die entsprechenden Filialen in der ganzen Schweiz gebracht. Als Kundin gehe ich nun in den Laden, kaufe eine Büchse und geniesse zu Hause die heisse Schokolade.
Betrachte ich den gesamten Weg von der Kakaobohne bis zum Caotina-Schokopulver aus der Sicht der Umwelt, komme ich auf folgende Erkenntnisse. Das Pflücken und trocknen in Afrika benötigt eigentlich nur natürliche Ressourcen, die dem Klima keinen Schaden zufügen. Allerdings ist der anschliessende Transport mit dem Schiff nicht mehr so Umweltbewusst, da es sich nicht um Segelschiffe handelt, sondern um motorbetriebene Frachter. Diese benötigen Benzin um im Wasser voran zu kommen. Nun müssen wir auch den Weg von London bis zu uns in die Schweiz einberechnen. Dies bedeutet, dass die Fracht mit Flugzeug und Lastwagen oder Bahn zu uns gelangt. Also auch ein Benzin- oder Stromverbrauch, der nicht zum Schutz der Umwelt beiträgt. Dies ist aber noch nicht alles. All die Maschinen, die für das Bearbeiten der Bohnen benötigt werden, sind strombetrieben. Nun ist Strom zwar besser als Benzin aber dennoch nicht sehr klimaschonend (denken wir an die radioaktiven Abfälle der AKWs). Ebenso wird für den Lastwagentransport in die einzelnen Filialen Benzin benötigt, was zu CO2 Ausstoss führt.
Nach dieser Erkenntnis dürfte ich eigentlich keine Schokolade mehr trinken und schon gar nicht daran denken, dass ich dazu ja auch noch aufgewärmte Milch benötige. Sehr wahrscheinlich werde ich diese "Leidenschaft" allerdings nicht kampffrei aufgeben :-).

Dienstag, 4. März 2008

Wo 10/ Woher kommt denn mein Mountainbike?

Am vergangenen Wochenende durfte ich meine neuen Mountainbikes in Empfang nehmen. Bisher habe ich mir noch nie wirklich überlegt, wer alles für mich gearbeitet hatte, damit ich auf diesen edlen Rennmaschinen Wettkämpfe bestreiten kann. Dem wollte ich nun einmal nachgehen und ich versuchte also, dem Internet einige Informationen darüber zu entnehmen. Leider fand ich dazu nur wenige.
Die einzelnen Komponenten der Bikes werden auf deren Herstellerhomepages stolz präsentiert, über die Herkunft der einzelnen Rohstoffe oder über die Produktion liessen sich jedoch keine Details finden. Mag daran liegen, dass wohl nicht allzu oft jemand so einen Blogeintrag schreibt und sich daher für diese Hintergründe interessiert…
Aber nun zu dem was ich weiss, oder zumindest zu wissen glaube:
Viele Bikekomponenten, und auch die Rahmen zahlreicher Fahrradmarken werden in Asien produziert. Weil im Rennsport Fahrradrahmen mit möglichst wenig Gewicht, aber dennoch hoher Steifigkeit gefordert sind, werden diese immer häufiger aus Carbonfasern angefertigt. Diese Kohlenstoffe werden unter anderem in China oder Russland abgebaut.
Diejenigen Personen, welche für unser Biketeam in der Schweiz verantwortlich sind, fliegen mehrmals jährlich nach Taiwan. Dort besuchen sie Messen und bekommen auch einen Einblick in die (Massen-)Produktion. Die Arbeitsbedingungen seien nicht unmenschlich, aber dennoch mit denjenigen hierzulande nicht vergleichbar. Im Laufe der Zeit haben sich die taiwanesischen Hersteller so weit etabliert, dass sie weltweit in den Markt traten und qualitativ hochwertige Rahmen und Komponenten zu vergleichsweise niedrigen Preisen anbieten konnten.
Die Reifen meines Fahrrades werden in Deutschland vom Hersteller „Schwalbe“ fabriziert. Was ja nicht bedeutet, dass die einzelnen Bestandteile auch aus Deutschland stammen.
Ebenfalls in Deutschland, aber nicht von derselben Firma werden die Bremsen hergestellt.
Auch ein Stück Heimat hats an meinem Bike: Die Federgabel ist ein Werk der Schweizer Firma DT Swiss.

Und hier muss ich stoppen, sonst verliere ich erstens den Überblick und zweitens wird mein Post zu lang. Mir wird bewusst, dass unzählige Menschen, sei es beim Abbau der Rohstoffe, bei der Produktion, beim Schiff-oder Flugverkehr für mich gearbeitet hatten. Auch leisten die Teamchefs, welche dies alles koordinieren, und nicht zuletzt auch mein Velomech ganze Arbeit. Soviel wird als selbstverständlich angesehen, und wenns mal zu einem Lieferengpass kommt, fallen leichtfertige Kommentare wie: „Taiwan hat mal wieder verschlafen.“ Ehrfürchtig stehe ich nun vor meinem Mountainbike, und weiss gar nicht, wie ich meinem Heer von Arbeitern danken soll…

Herkunft der Güter




Ich habe mir zum heutigen Thema einfach einmal eine Übersicht erstellt, woher unsere Lebensmittel, unser Strom und unsere Autos/ Benzin kommen und durch welche Hände sie auf diesem Weg gehen. Ich habe aber gemerkt, dass ich keine Ahnung habe, ob ich das jetzt korrekt gemacht habe, ob ich alle Stationen gefunden habe oder ob vielleicht noch etwas fehlt. Ergänzt also bitte im Kommentar, wenn ihr noch mehr wisst!

Eigentlich ist es gut, sich einmal bewusst zu werden, woher unsere Konsumgüter kommen. Man kauft einfach ein und überlegt es sich nicht. Dafür sind diese Güter von verschiedensten Menschen, zum Teil am anderen Ende der Welt hergestellt worden. So tippe ich gerade auf einem Laptop, der aus Taiwan kommt. Ich weiss nicht, wie viele Menschen die einzelnen Teile meines Laptops bereits in der Hand hatten, bevor er zu mir kam. Doch ich nehme an, dass deren Arbeitsbedingungen um einiges schlechter sind, als die unsere. Trotzdem habe ich diesen Laptop gekauft. Es ging mir beim Kauf vor allem darum, dass mein zukünftiger Laptop möglichst viel leistet und gleichzeitig möglichst wenig kostet. Auf die Herkunft oder die Arbeitsbedingungen habe ich überhaupt nicht geschaut.

Wenn ich mir recht überlege, habe ich eigentlich keine Ahnung, woher meine Sachen kommen: mein Fernseher, mein Taschenrechner, mein Portemonnaie… Ich schaue nie darauf, woher die Sachen kommen, ausser bei den Nahrungsmitteln. Das ist für mich eigentlich schon erschreckend.

Donnerstag, 28. Februar 2008

In kleinen Schritten beginnt die Veränderung

Vor einer Woche erst brachte die Migros ein kleines Heft zum Thema Klimaschutz heraus. Darauf folgte diese Woche als Antwort ein vierseitiger Artikel in der Coopzeitung (www.coop.ch/nachhaltigkeit). Darin werden die Ziele des Supermarktes zur nachhaltigen Entwicklung beschrieben. Sie haben zum Schutze der Umwelt vor bis in 15 Jahren CO2 neutral zu werden (d.h. ein Ausgleich des CO2 Verbrauchs). Um dies zu erreichen bieten sie bereits jetzt emissionsarme Produkte an, verlagern den Transport mehr auf Schienen und mobilisieren die eigenen Mitarbeiter z.B. mit dem Velo zur Arbeit zu kommen und die Computer über Nacht auszuschalten u.v.a. Die Kosten für diese Veränderungen will der Coop alleine tragen, was den Kunden zu gute kommt, da die Produktpreise auf diese Art nicht erhöht werden müssen.
Was bedeutet dies nun für das Nachhaltigkeitsdreieck. Auf Seiten der Ökologie sind die genannten Massnahmen der Coopleitung sicher positiv und nachhaltig, wenn sie verwirklicht werden. Durch die Reduktion des CO2 Ausstosses wird die Umwelt mehr geschont. Aus Sicht der Ökonomie ist das geplante Projekt rendabel. Die Kunden können voraussichtlich auch in Zukunft zum selben Preis einkaufen und die Wirtschaft selbst nimmt so keinen Schaden. Wird das Ganze aus Sicht des Sozialen betrachtet, hat es den Vorteil, dass durch die genannten Massnahmen weniger CO2 und Feinstauf in die Luft gelangt. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Ozonschicht nicht mehr beschändigt wird, was für die Gesundheit des Menschn von Bedeutung ist. Ebenso gibt es momentan immer mehr Leute, die mit der Feinstaubbelastung in der Luft Atemprobleme aufweisen. Kann dies durch die gesetzten Ziele vermindert werden, hat dies positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

Einen weiteren Artikel fand ich in der 20 Minuten Zeitung. Die Farmazeutikafirma Novartis will ihre Chemiemülldeponien in Basel erneuern. Meiner Meinung nach ist dies schon einmal ein kleiner Schritt Richtung nachhaltige Entwicklung, auch wenn es sicher nicht die beste Lösung ist. Durch die Sanierung sind die Giftstoffe zwar wieder gut verschlossen, aber dennoch vorhanden. Sie stellen somit immer noch eine Gefahr dar, auch wenn diese nun zu verringern versucht wird. Ich denke, dass es sich eine Firma wie Novartis einfach nicht leisten kann weniger Chemieabfälle zu produzieren, da die Wirtschaft und Gesallschaft auf Medikamente angewiesen ist und nicht darauf verzichten möchte bzw. kann. Aus dieser Sicht sind die Ökonomie und das Soziale mit der Ökologie mit unserem jetzigen Wissensstand noch nicht vollständig vereinbar.

In einem Bericht in der Tagesschau ging es um eine futuristische Arche für Pflanzensamen aus aller Welt die in der Antarktis gebaut wurde. Forscher erhoffen sich damit Pflanzen bis zu tausend Jahre vor dem Klimawandel zu schützen. Dies gehört irgenwie auch zur nachhaltigen Entwicklung. Einen Zweck sehe ich darin Pflanzen vor dem Aussterben zu schützen. Dies könnte meiner Meinung nach einmal ein wichtiges Thema werden, wenn sich das Klima weiterhin so stark verändert. Durch den Bunker können beispielsweise Obstbäume und andere Nahrungproduzierende Pflanzen vor dem Aussterben geschützt werden. So wäre eine Nahrungsmittelquelle gesichert. Allerdings würden diese gesammelten Samen im Notfall wahrscheinlich nicht sehr lange ausreichen. Dies Überlegungen und Gedanken sind für mich aber noch so weit entfernt, dass ich darin noch keinen wirklich guten Sinn erkennen kann.

CO2 oder Atommüll?

Die ETH Zürich will den pro Kopf CO2 Ausstoss von neun auf eine Tonne reduzieren. Hierzu setzt sie auf drei E’s: Elektrifizierung, Effizienz und erneuerbare Energien. Alles, was CO2 ausstösst, soll in Zukunft mit Strom betrieben werden. Dies, weil Strom eine „saubere“ Energieform sei. Dadurch werde aber der Ausstieg aus der Atomenergie unmöglich.
Wenn man dieses Projekt nach dem Nachhaltikeitsdreieck analysiert, so muss man sagen, dass die ETH versucht, im Bereich Ökologie zu arbeiten. Man will CO2 reduzieren, wodurch gegen die Klimaerwärmung angekämpft wird. Auch die Ökonomie wird beachtet, weil Strom mit entsprechenden Technologien ohne weiteres Benzin als Treibstoff ersetzen kann. Vergessen wird jedoch die soziale Ebene. Wenn wir nicht aus der Atomenergie aussteigen können, wird sich der radioaktive Abfall weiter ansammeln und unseren Nachfahren in ferner Zukunft noch Probleme bereiten, oder sogar schaden.

Ich habe in dieser Woche noch andere Artikel in den Zeitungen gefunden (Coop will CO2 neutral werden, Solarstrom im Überschuss und Tiefkühlschrank für Samen), was mich positiv darüber gestimmt hat, dass in der Welt etwas passiert, dass etwas für den Klimaschutz getan wird.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Wochen-Impuls / Wo 9 (25.2.-29.2.2008)

Klima Heuchler

Dieser Titel prangte auf der Titelseite eines Beiheftes des Beobachters im Wartezimmer des Zahnarztes, und ich erlaubte mir, einige Seiten dieses Beobachters zu mir nach Hause zu entführen. Inhalt des Beitrags sind vor allem ökologische und ökonomische Aspekte. Er zeigt auf, wo ein nachhaltigeres Verhalten nötig ist, wo solche „klimaschonende Verhaltensweisen“ bereits umgesetzt werden oder wo sie eben nur scheinbar umgesetzt werden.

Eine Beobachter-Studie von Januar 2008 zeigt, dass die Nachhaltigkeit für viele Personen ein Thema zu sein scheint:

69. 3 % geben an, beim Kauf von Haushaltsgeräten auf energiesparende Produkte zu achten
70.3% schalten Elektrische Geräte aus, statt sie im Standby Modus zu belassen
63. 5% heizen weniger und tragen stattdessen warme Kleidung
50.8% fahren weniger Auto und benutzen vermehrt öffentliche Verkehrsmittel
46.9 % erklären, dass sie aus Sorge um das Klima weniger Flüge buchen und ab und zu auf Reisen verzichten.

Anscheinend gibt es einen Grund zum Optimismus: Verschiedene Indizien deuten darauf hin, dass die Trendwende hin zu einem schonenderen Umgang mit Ressourcen und zu einer klimafreundlicheren Lebensweise in Reichweite sein könnten. Der Schutz des Klimas gelte in der heutigen Gesellschaft als „schick“.

WWF-Mediensprecher Fredi Lüthin bemerkt jedoch: „Es wird sich wohl erst in zwei, drei Jahren zeigen, ob sich die aktuelle Klimadebatte tatsächlich auch in Verhaltensänderungen niederschlägt.“

Dumm nur: Zwischen dem was die Schweizer Bevölkerung zum Schutze des Klimas zu tun behauptet, und dem, was sie effektiv tut, klafft eine Lücke. Klimaschutzmassnahmen, welche eine Verhaltensänderung bedingen, sind weit weniger populär als behauptet: „Wir fahren Hybridautos, aber keiner von uns ist bereit, sein Mobilitätsverhalten zu ändern“, bringt es der Konsumkritiker Kalle Lasn auf den Punkt.

Meiner Meinung nach spiegelt dieser Artikel gut wieder, dass zwischen Wunschdenken und Realität ein grosser Unterschied besteht. Nur weil der Klimaschutz ein aktuelles Thema ist, erinnert man sich kurz, in welchem Bereich man sich (sowieso schon, und ohne etwas ändern zu müssen) klimafreundlich verhält, und profiliert sich damit.
Mir scheint es, als ginge es auch beim Klimaschutz, wie in vielen anderen Lebensbereichen, immer mehr um Ansehen und Macht. Und wer nichts fürs Klima tut, wir von der Gesellschaft geächtet, obwohl in der Tat niemand “sauber“ ist.
Solange wir nur scheinbar das Beste für das Klima wollen und den Hintergedanken „ Mich betriffts ja sowieso nichts mehr, was nachher kommt ist mir egal“ aus dem Denken verbannen, sind und bleiben wir Klima Heuchler.

Dienstag, 19. Februar 2008

Wo 8 (18.2.- 22.2. 2008): Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Wenn ich in meinen Alltag hineinschaue, wimmelt es nur so von Dingen, die im Bezug auf die Nachhaltigkeit verbessert werden könnten: Bereits beim Wasser, das aus der Duschbrause fliesst, könnte gespart werden, würde ich die tägliche Duschzeit auch nur um einige Minuten reduzieren. Die Kleider, welche ich morgens anziehe, wurden möglicherweise unter ungünstigen Arbeitsbedingungen fabriziert, viele Bestandteile meines “Zmorge-Birchermüeslis“ legten eine Reise durch zahlreiche Erdteile zurück, bis sie in meiner Schüssel landeten und weil die Zeit drängt, fahre ich mit dem Auto zur PH, obwohl der Weg problemlos auf zwei Rädern mit Muskelantrieb zu absolvieren wäre.
Doch es gibt in meinem Alltag durchaus auch gute Ansätze zu entdecken: Ich gehe häufig mit dem Fahrrad einkaufen, trenne Papier/Pet/Alu und Kompost und versuche auch, Abfall möglichst zu vermeiden, bzw. Gebrauchsgegenstände zu kaufen, welche eine lange Lebensdauer haben und/oder wieder verwendbar sind. Ich bevorzuge Früchte und Gemüse aus dem eigenen Garten und berücksichtige Produkte, welche aus fairem Handel stammen.

Ich glaube, es mangelt der Menschheit weniger an Ideen, wie man eine nachhaltige Entwicklung garantieren könnte, sondern es hapert mit deren Umsetzbarkeit.
Die Entwicklung der Wirtschaft und die Globalisierung ist bereits derart fortgeschritten, dass ich bestimmt nicht die einzige bin, die sich manchmal überlegt, ob es nicht besser wäre, alles wieder so wie vor 100 Jahren zu haben, weil damals scheinbar alles viel weniger komplex und auch umweltverträglicher war. Wir sind im Zweifel: Einerseits wollen wir die fortschrittliche Entwicklung nicht missen, andererseits sehen wir auch deren negative Auswirkungen auf unseren Planeten. Der von Zeit zu Zeit aufkommende Gedanke, dass die Schäden an unserem Planeten bereits irreparabel sind, verdrängen wir diskret, die hin und wieder aufbrausende Panik versuchen wir damit zu beruhigen, dass wir alleine sowieso nichts bewirken könnten. Und genau da liegt der Punkt. Wir denken, alles alleine tun zu müssen. Die Anforderungen die wir selbst und andere an uns stellen werden nicht selten zu Überforderungen. “Möglichst viel, möglichst schnell“ scheint das Motto zu lauten, denn Zeit ist Geld. Und Geld ist Macht. Oder so.
Und da kommt und ein Lebensstil, der die Nachhaltigkeit ausser Betracht lässt, nicht ungelegen.
Ich denke, dass gerade dieses ständige Wissen um die Anforderungen, welche an uns gestellt werden, kombiniert mit der Bequemlichkeit, die wir glauben uns verdient zu haben, ergänzt mit einem Quäntchen Egoismus, dem Planeten nicht entgegenkommt.
Vielleicht sollten wir versuchen, unsere Gedanken statt nur auf die eigene Altersvorsorge auch auf die der Erde zu richten. Wir alle (auch Planet Earth) werden älter, und die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Verhindern können wir dies nicht. Aber wir können (wenn wir wollen) mit gutem Beispiel vorangehen, um diesen Verlauf positiv zu beeinflussen.

Stetige Entwicklung ist nur gemeinsam möglich

Als ich vor ein paar Tagen zu Boden blickte, hat es mich wahrlich erschreckt, was ich da sah. Die Wasserrinne war über und über mit Zigarettenstummel, Papierfetzen und anderem Abfall gefüllt, obwohl es gleich zwei Schritte weiter einen Aschenbecher und einen Abfalleimer hat.
Es ist mir auch schon öfters aufgefallen, dass viele Jugendliche alle möglichen Sachen einfach auf den Boden werfen, anstatt die Dinge umweltschonend zu entsorgen. Das Schlimmste daran finde ich aber ist, dass sie nicht ein einziger Mensch darauf aufmerksam macht. Ich habe es schon einige Male erlebt wie die Leute rund herum einfach weggeschaut haben.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass momentan sehr viel unternommen wird, um ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung (bezogen auf unsere Umwelt) in der Gesellschaft zu fördern. Die Wissenssendung Galileo macht mit gekonnten Werbespots bereits seit einigen Monaten auf die Klimaveränderung aufmerksam und fordert die Gesellschaft auf nachzudenken. In Ihren Sendungen bringen sie oft einige hilfreiche Tipps, wie zum Beispiel Energie gespart werden kann und so gleichzeitig die Umwelt weniger belastet wird. Auch die Migros zeigt in einigen Bereichen Fortschritte. Gerade letzte Woche brachte sie im Migrosmagazin ein Heft zum Klimaschutz heraus. Darin sind verschiedene Ziele der Grossfiliale für die Zukunft zu finden. Ebenso haben sie bereits den ersten Schritt gewagt und in Amriswil eine Migros nach Minergie-Standard eröffnet. Diese verbraucht viel weniger Energie, als ein herkömlicher Supermarkt.
Nun ist noch der Coop der mit einem Lied, gesungen von Rapper Stress, für den Klimaschutz wirbt. In der Öffentlichkeit wird also viel unternommen, auch wenn es teilweise wahrscheinlich nur aus Werbezwecken getan wird. Nun ist aber die Frage, ob es auch die Wirkung zeigt, die damit bewirkt werden sollte.
Von mir zu Hause kenne ich folgende "Weisheiten". Wir stellen unsere elektrischen Geräte jeweils ganz aus und lassen sie nicht auf Standby laufen. Gekocht wird oft mit Deckel auf der Pfanne, um Energie zu sparen. Den Abfall trennen wir grob geschätzt in fünf verschiedene Sorten: Alu, Kompost, Papier & Karton, Pet, restlicher Abfall. Von diesen kleinen Massnahmen gibt es noch viele mehr die heutzutage den meisten Leuten bekannt sind. Nun frage ich mich aber, warum wir trotzdem immer noch in den Anfängen stecken.

Wir Menschen besitzen über viel wichtiges Wissen, wenden es aber nicht immer an. Im Falle der Nachhaltigen Entwicklung ist es wohl so, dass wir einfach zu sehr an all den Luxus, den wir heute haben, gewöhnt sind. Ich selbst merke dies, wenn es darum geht, ob ich mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren soll. Mit dem Postauto habe ich eine Stunde fahrt. Nähme ich das Auto, wäre ich gerade mal 15min unterwegs. So könnte ich eine Stunde länger schlafen. Da ist die Versuchung gross öfters mit dem Auto zu gehen.

Viele Leute empfinden das Schützen der Umwelt als wichtig und bejahen jegliche Umwelttipps. Allerding zeigen viele keine oder nur wenig Bereitschaft diese im eigenen Haus auszuführen. Jede/r denkt, der/die andere kann es ja tun. Das finde ich schade, denn nur wenn sich jede/r einzelne im Land, in Europa und auf der Welt dafür einsetzt und alle zusammenarbeiten, können die Ziele erreicht werden. Um dies zu erreichen, muss aber jeder einzelne Mensch zuerst bei sich selbst beginnen.

Montag, 18. Februar 2008

Erkennen ist nicht Umsetzen

Was mir immer wieder auffällt, ist, dass viele Leute davon sprechen, dass sich das Klima verändere und dies nicht gut sei. Man soll auch Wasser sparen und wenn möglich die ÖV anstatt das Auto benutzen. Wenn es im Alltag aber darum geht, wirklich etwas für die Umwelt zu tun, sehe ich leider wenig Erfreuliches: Eine Frau „wischt“ Laub mit Wasser aus dem Gartenschlauch zusammen, eine Nachbarin geht nie ohne Auto zum Haus raus und eine Kollegin lässt während dem Zähne putzen das Wasser laufen.
Solche Ereignisse machen mich dann innerlich wütend, ginge es doch auch umweltschonender.
Ich mache aber zum Teil auch positive Beobachtungen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung. Viele Menschen kaufen zum Beispiel Fair Trade Produkte ein oder achten darauf, dass Lebensmittel, die sie kaufen, aus der Schweiz stammen und nicht hunderte von Kilometern durch die Welt gefahren wurden. Dafür müssen diese Menschen häufig etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.
Diese Beobachtungen erfüllen mich mit Hoffnung darauf, dass die Menschen doch nicht so egozentriert sind, wie sie scheinen.
Leider aber scheint der Entscheid für nachhaltige Entwicklung erst zu kommen, wenn gleichwertiger Ersatz geboten werden kann. Ob ich nun eine Max Havelar oder eine andere Banane kaufe, das ist beim Essen gleichwertig; beides sind Bananen. Ob ich nun aber mit dem Zug oder mit dem Auto zur Schule gehe, ist ein entscheidender Unterschied; mit dem Auto bin ich schneller.
Es müsste den Menschen ein Anreiz geboten werden, damit ihre Wahl auf das nachhaltigere Angebot fallen würde. Bis dahin werden sie weiterhin genau wissen, was sie tun sollte, es aber nicht umsetzen.